Ihre Daten in MediMe
Datenschutzinformation
Hier erfahren Sie, welche personenbezogenen Daten bei der digitalen Anamnese verarbeitet werden, weshalb dies geschieht und welche Rechte Sie haben.
Stand: [TT.MM.JJJJ]
1. Verantwortlicher und Kontakt
Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist:
MediMe-MeineOrdi[Name der Ärztin/des Arztes bzw. Rechtsträger]
[Straße, Hausnummer]
[PLZ, Ort, Österreich]
Telefon: [Telefonnummer]
E-Mail: [Datenschutz-Kontaktadresse]
Datenschutzbeauftragte:r, sofern bestellt:
[Name bzw. Stelle und Kontaktdaten oder „nicht bestellt“]
2. Welche Daten wir zu welchen Zwecken verarbeiten
Einladung und digitale Anamnese
Die Ordination erstellt für Sie einen einmal verwendbaren, zeitlich begrenzten Einladungslink. Nach dem Start können Sie Ihre Anamnese in einer geschützten Sitzung ausfüllen. Die Angaben dienen der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation Ihrer medizinischen Beratung oder Behandlung.
Dabei können insbesondere folgende Daten verarbeitet werden:
- Stamm- und Kontaktdaten, etwa Name, Geburtsdatum, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Beschäftigungsstatus und Sozialversicherungsnummer;
- Name und Telefonnummer einer von Ihnen angegebenen Notfallkontaktperson;
- Gesundheitsdaten, etwa aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, Operationen und Unfälle, Medikamente, Allergien, Impfungen, Familienanamnese, Lebensgewohnheiten, psychische Gesundheit, gynäkologische oder urologische Angaben, Vorsorge sowie Informationen zu Pflege und Vertretung;
- ergänzende Angaben und interne ärztliche Notizen;
- Fall-, Einladungs- und Sitzungsdaten, insbesondere zufällige technische Kennungen, Erstellungs-, Ablauf- und Bearbeitungszeitpunkte sowie Bearbeitungsstatus;
- Versanddaten der Einladung, insbesondere Empfänger-E-Mail-Adresse, Versandstatus und allfällige technische Fehlercodes.
Gesundheitsdaten sind besonders geschützte Daten. Ihre Verarbeitung erfolgt für Zwecke der Gesundheitsvorsorge, medizinischen Diagnostik und Versorgung auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO in Verbindung mit dem österreichischen Berufs- und Gesundheitsrecht, insbesondere dem Ärztegesetz 1998, und unter Wahrung der ärztlichen Verschwiegenheitspflicht.
Als allgemeine Rechtsgrundlage kommen – abhängig vom konkreten Behandlungsverhältnis – Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Behandlung bzw. vorvertragliche Maßnahmen) und Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (gesetzliche Pflichten, insbesondere Dokumentationspflichten) zur Anwendung. [Rechtsgrundlagen durch die Ordination rechtlich bestätigen]
Sicherer und zuverlässiger Betrieb
Technische Zugriffs-, Sitzungs- und Sicherheitsdaten werden verarbeitet, um die Anwendung bereitzustellen, unbefugte Zugriffe und Missbrauch zu verhindern, Fehler zu erkennen und die Verfügbarkeit sicherzustellen. Dazu können IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Funktion, Antwortstatus, Browser-/Geräteinformationen sowie zufällige Sitzungskennungen gehören. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse liegt im sicheren und stabilen Betrieb eines Systems, das besonders schutzwürdige Gesundheitsdaten verarbeitet.
Zugriff durch Ordinationspersonal
Berechtigte Mitarbeiter:innen melden sich über den Identitätsdienst der Ordination an. Hierbei werden Anmelde- und Berechtigungsdaten wie Benutzerkennung, Name, E-Mail-Adresse, Rollen, Sitzungsdaten und Anmeldezeitpunkte verarbeitet. Dies dient der Zugriffskontrolle, Bearbeitung der Anamnese und Nachvollziehbarkeit von Zugriffen. Rechtsgrundlagen sind Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. f DSGVO sowie, soweit gesetzliche Pflichten erfüllt werden, Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
Keine Werbung und keine automatisierten Entscheidungen
Die in MediMe erfassten Daten werden nicht für Werbung oder Profilbildung verwendet. Es finden keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder vergleichbar erheblicher Wirkung gemäß Art. 22 DSGVO statt. MediMe ersetzt keine ärztliche Beurteilung.
3. Herkunft und Erforderlichkeit der Daten
Die Anamneseangaben erhalten wir direkt von Ihnen. Ihre E-Mail-Adresse und die Daten zur Einladung stammen von Ihnen oder aus dem bestehenden Kontakt mit der Ordination. Daten des Ordinationspersonals werden vom eingesetzten Identitätsdienst übermittelt.
Im Formular als Pflichtfeld gekennzeichnete Angaben sind erforderlich, damit Ihre Anamnese eindeutig zugeordnet und sinnvoll für die Behandlung vorbereitet werden kann. Freiwillige Felder können ausgelassen werden. Wenn Sie MediMe nicht verwenden möchten oder können, kontaktieren Sie bitte die Ordination, um eine andere Möglichkeit zur Übermittlung Ihrer Anamnese zu vereinbaren. Daraus entstehen Ihnen keine Nachteile für den Zugang zu medizinischer Versorgung.
Wenn Sie Daten einer Notfallkontaktperson angeben, informieren Sie diese Person bitte darüber. Geben Sie nur Daten an, die für diesen Zweck erforderlich sind.
4. Empfänger und Datenübermittlungen
Innerhalb der Ordination erhalten nur jene Personen Zugriff, die die Daten für ihre jeweiligen Aufgaben benötigen und zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Eine Übermittlung an weitere Stellen erfolgt nur, wenn sie für die Behandlung oder den technischen Betrieb erforderlich ist, eine gesetzliche Verpflichtung besteht oder Sie gesondert eingewilligt haben.
Für den Betrieb werden voraussichtlich folgende Kategorien von Empfängern eingesetzt:
- Hosting-, Datenbank-, Backup- und IT-Sicherheitsdienstleister: [Anbieter, Anschrift, Leistungsumfang und Datenstandort]
- E-Mail-Versand über Microsoft 365 / Microsoft Graph: [Vertragspartner, Datenstandort und relevante Unterauftragsverarbeiter]
- Identitätsdienst für das Ordinationspersonal: [Betreiber, Datenstandort und Empfängerkategorien]
- Support- und Wartungsdienstleister: [Anbieter und geregelte Zugriffsmöglichkeiten]
Dienstleister verarbeiten Daten nach Weisung und auf Grundlage eines Vertrags gemäß Art. 28 DSGVO, soweit sie als Auftragsverarbeiter tätig werden.
Drittlandübermittlungen: [Angeben, ob Daten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeitet oder von dort aus zugänglich werden können; betroffene Länder, Angemessenheitsbeschluss oder geeignete Garantien nach Art. 46 DSGVO sowie Bezugsmöglichkeit dieser Garantien nennen.]
5. Speicherdauer und Löschung
Wir speichern personenbezogene Daten nur so lange, wie dies für den jeweiligen Zweck erforderlich ist oder gesetzliche Aufbewahrungspflichten und die Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen dies verlangen. Ärztliche Aufzeichnungen und der Dokumentation dienende Unterlagen sind gemäß § 51 Abs. 3 Ärztegesetz 1998 grundsätzlich mindestens zehn Jahre aufzubewahren.
| Datenart | Vorgesehene Frist |
|---|---|
| Nicht eingelöste oder widerrufene Einladung | [Frist nach Ablauf/Widerruf festlegen] |
| Nicht abgesendeter Anamneseentwurf | [z. B. 30 Tage nach letzter Aktivität – festlegen] |
| Zur Patientendokumentation übernommene Anamnese | [mindestens zehn Jahre; Fristbeginn und allfällige längere Frist festlegen] |
| Patientensitzung | Im Browser höchstens 24 Stunden; serverseitige Restdaten: [Löschfrist] |
| Einladungs-E-Mail und Versandstatus | Inhalt und Empfängeradresse werden nach erfolgreicher Übergabe an den E-Mail-Dienst aus der Versandwarteschlange entfernt; Versandnachweis: [Löschfrist] |
| Technische Sicherheits- und Serverprotokolle | [Löschfrist festlegen] |
| Backups | [Backup-Zyklus und Überschreibfrist festlegen] |
Ein Löschbegehren führt nicht zur Löschung, soweit eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. In diesem Fall wird die Verarbeitung, soweit möglich, auf den Aufbewahrungszweck beschränkt. Nach Ablauf der maßgeblichen Fristen werden die Daten sicher gelöscht oder anonymisiert.
7. Wie wir Ihre Daten schützen
MediMe verwendet unter anderem einmalige, zeitlich begrenzte Einladungslinks, kurzlebige Sitzungen, rollenbasierte Zugriffe und verschlüsselte Verbindungen. Die medizinischen Formulardaten werden vor der Speicherung verschlüsselt. Einladungs- und Sitzungsschlüssel werden nicht im Klartext in der Datenbank gespeichert. Zugriffs- und Berechtigungskonzepte sollen sicherstellen, dass nur befugte Personen Daten einsehen.
Bitte behandeln Sie Ihren Einladungslink vertraulich, leiten Sie ihn nicht weiter und schließen Sie das Browserfenster, wenn andere Personen Ihr Gerät verwenden könnten. Eine E-Mail ist auf ihrem Transportweg nicht in jedem Fall Ende-zu-Ende-verschlüsselt; die Einladungs-E-Mail enthält deshalb keine Anamneseangaben.
8. Ihre Rechte
Sie haben nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere das Recht auf:
- Auskunft über Ihre verarbeiteten Daten (Art. 15 DSGVO),
- Berichtigung unrichtiger Daten (Art. 16 DSGVO),
- Löschung, soweit keine Aufbewahrungspflicht entgegensteht (Art. 17 DSGVO),
- Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO),
- Datenübertragbarkeit, soweit anwendbar (Art. 20 DSGVO), und
- Widerspruch gegen eine Verarbeitung auf Grundlage berechtigter Interessen (Art. 21 DSGVO).
Soweit eine Verarbeitung ausnahmsweise auf Ihrer Einwilligung beruht, können Sie diese jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung bis zum Widerruf bleibt unberührt. Die digitale Anamnese wird nicht auf eine pauschale „Datenschutz-Einwilligung“ gestützt.
Zur Ausübung Ihrer Rechte wenden Sie sich bitte an den oben genannten Datenschutzkontakt. Zum Schutz Ihrer Gesundheitsdaten kann ein geeigneter Identitätsnachweis erforderlich sein.
Sie haben außerdem das Recht auf Beschwerde bei der Österreichischen Datenschutzbehörde:
Österreichische DatenschutzbehördeBarichgasse 40–42, 1030 Wien
Telefon: +43 1 52 152-0
E-Mail: dsb@dsb.gv.at
Website: www.dsb.gv.at